Monate: April 2021

Divide et impera

Zwei Zitate von Lesern zu meinem gestrigen Post haben mich inspiriert. Beide stammen aus dem alten Rom. Mit der Methode „teile und herrsche“ hat Rom ein ganzes Weltreich erschaffen. Und auch der französische König Louis XI wusste “Diviser pour régner“ – teile, um zu herrschen. Den Herrschern war es egal, wer sich unter ihnen die Köpfe einschlug. Hauptsache, es bildete sich keine Einheit, die sich gegen die Obrigkeit wenden konnte. Ein anderer Leser schrieb, dass Sklaven im alten Rom einst mit weißen Bändern gekennzeichnet werden sollten. Worauf ein weiser Senator warnte: „Wenn sie sehen, wie viele sie sind, gibt es einen Aufstand gegen uns“. Die gestrige Aktion der Künstler zeigte, dass ungeahnt viele Menschen ein weißes Band tragen. Eben auch Künstler und Intellektuelle. Mit dem verdächtig lauten Aufschrei aus der Medienlandschaft wird nun krampfhaft versucht, diese Publikumslieblinge und Meinungsbildner als (Rechts-) Außenseiter zu brandmarken. Das ist mehr als lächerlich und zeigt nur die Angst vor der Einheitsbildung. Verantwortlich für die politischen Brandmarkung sind meist jene Kreise, die bei Ihren Texten peinlich genau darauf achten, dass …