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Nächstenliebe

Am Wochenende fiel mit ein Zeitungsartikel ins Auge. Er weckte mein Interesse und dann musste ich ihn 2x lesen. Eine Bankmitarbeiterin bekam vor Weihnachten mit, dass einer ihrer Kunden in finanziellen Schwierigkeiten steckte, weil sich seine Gehaltszahlung wegen Arbeitgeberwechsel verzögert hatte. Der besagte Kunde stand mit seinem Auto an einer Tankstelle und konnte die Rechnung über $ 20 nicht zahlen. Die Bankmitarbeiterin informierte ihren Vorgesetzten über den Vorfall und erhielt die Erlaubnis, diesem Kunden zu helfen. Also fuhr sie zur Tankstelle und bezahlte aus eigener Tasche die Rechnung. Eine gute Tat. Finde ich jedenfalls. Kurz vor dem Jahreswechsel erhielt diese Bankangestellte dann jedoch die fristlose Kündigung. Mit ihrer Aktion hatte sie gegen die Sicherheitsvorschriften ihres Arbeitgebers verstoßen. Der Kunde hätte sie an der Tankstelle als Geisel nehmen können, wurde argumentiert. Ihr Vorgesetzter wurde auch fristlos entlassen. Er hätte seine Zustimmung nicht erteilen dürfen. Hilfsbereitschaft zahlt sich nicht aus. Zumindest nicht bei der fünftgrößten Bank der USA, der U.S.Bancorp. Traurige Realität !!!

Knapp …

Jetzt hat es mich getroffen … Als ich mein Tabletten in der Apotheke abholen wollte, konnten sie nicht gefunden werden. Aus einem Stapel von gefühlt 50 Rezepten, zog man dann mein Rezept heraus und erklärte mir, dass das verschriebene Medikament nicht lieferbar sei. Und nun? Ja, es gibt da noch was von einem anderen Hersteller … der Wirkstoff sei der gleiche aber die Zusammensetzung werde wohl anders sein … Das ist der Alltag in deutschen Apotheken, weil man aus Kostengründen die Produktion u.a. nach China und Indien verlegt hat. Betroffen sind überwiegend Schmerzmittel, wie z.B. Ibuprofen, Allergiemittel, Blutdrucksenker, Blutzuckermedikamente, Antidepressiva. Dieser Engpass soll noch bis 2021 bzw. 2022 andauern !!! Unter lieferengpass.bfarm.de sind die besagten Humanarzneimittel gelistet …

Einfach nur nervig …

Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass das Impressum bei Webseiten nur einen Zweck hat – nämlich den Unternehmen Zugang zu Daten zu geben, die diese dann für Verkaufszwecke einsetzen können. Kaum war die Registrierung meine Webseite bei DENIC einsehbar, erhielt ich via Smartphone Anrufe von 1 & 1. Ich habe diese Anrufe ignoriert und da sie ständig wiederholt wurden, die Nummer gesperrt. Im nächsten Schritt erfolgten dann die Anrufe über einen neuen Nebenanschluss, den ich dann auch auch gesperrt habe. Jetzt erhielt ich Textnachrichten auf mein Smartphone mit folgendem Inhalt Lieber 1 & 1 Kunde, wir bedauern, dass Sie sich zur Kündigung Ihres DSL-Vertrags entschlossen haben. Wir würden Sie gerne individuell beraten und Ihnen alternative Angebote zu besonders günstigen Preisen vorstellen. Rufen Sie uns kurz an unter 0721 960 5879. Ihr 1 & 1 Team. Wir dreist muss man eigentlich sein? Ich habe jetzt per Einschreiben um Auskunft gemäß § 34 BDSG gebeten, weitere Kontaktaufnahmen widersprochen und die Löschung meiner gespeicherten Daten gefordert. Das ganze Theater ist mit unnötigem Zeitaufwand und Kosten verbunden, was mich …

Vorbei …

Meine Schulbegleitung ist zu Ende … Ich bin so froh, dass ich in der heutigen Zeit nicht mehr zur Schule gehen muss. Früher war ganz sicher nicht alles gut oder besser und auch wir wurden nicht auf das *richtige* Leben vorbereitet, aber … … die Lehrer waren für uns Respektpersonen. … wir wurden von unseren Eltern erzogen. In der heutigen Schulwelt … drohen Erstklässler dem Lehrer mit Anwalt, … isst man sein Pausenbrot zu Beginn der Stunde, … versucht der Lehrer mit Klangschalen Ruhe im Klassenraum zu erreichen, … hat man als Drittklässler eine Sauklaue [ bitte entschuldigt den Ausdruck ], … schreibt man auf dem Boden liegend die Hausaufgabe von der Tafel ab, … schreiben Eltern böse Mails, wenn man ihren Sprössling wegen fehlender Hausaufgaben angemeckert hat. Ich könnte noch viel mehr aufzählen und wenn ich das alles nicht live erlebt hätte, würde ich es nicht glauben. Zum Glück liegt meine Zukunft nicht mehr in den Händen dieser bzw. den nachfolgenden Generationen …

Zahnfee

Die Zahnfee war da … anstatt über das Zähneputzen zu sprechen, wurden die Kinder über den versteckten Zucker in Lebensmitteln aufgeklärt. Eine gute Sache, da bei den Lebensmitteln und Getränken die Zuckermengen anschaulich mit Würfelzucker gekennzeichnet waren. Die Kinder waren sehr aufmerksam bei der Sache und wollten z.B. zukünftig nur noch Tee oder Wasser mitbringen. Leider kamen wieder sehr viele mit dem *gesunden* Apfelsaft zur Schule …

Back To School

Ich hatte ja schon angedeutet, dass ich wieder die Schulbank drücken werde – man hat mir für 3 Wochen eine Schulbegleitung anvertraut. Meine junge Kollegin ist ganz unvorher-gesehen durch einen Unfall ausgefallen. Also kümmere ich mich jetzt um einen 10 jährigen Jungen, der trotz Beeinträchtigung in eine Grundschule geht. Eine Herausforderung und nicht ganz einfach. Ich konnte in der ersten Woche meine Französichkenntnisse wieder auffrischen. Dank dem fantôme *Basil*, einem aus 2 Papiertaschentüchern gebastelten Gespenst, kann ich jetzt alle Räume seines Schlosses perfekt aufzählen *LOL*. Im Matheunterricht dachte ich nur, welches Glück ich hatte, im letzten Jahrhundert in die Geheimnisse der Addition eingeführt worden zu sein … Nun starte ich in die 2. Woche und bin gespannt, was mich erwarten wird ….

DVG

Das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG, 19/13438) steht zur Abstimmung vor dem Bundestag bereit. Es geht dabei u.a. um Gesundheitsapps, Videosprechstunden, digitalen Zugriff auf die eigene Patientenakte. Ärzte, die sich der Vernetzung nicht anschließen, sollen weniger Honorar bekommen.Alter, Geschlecht, Wohnort, Behandlungen – alle diese persönlichen und hoch sensiblen Daten sollen an den Spitzenverband der Krankenkassen weitergeleitet werden, damit dieser sie pseudonymisiert der Forschung zur Verfügung stellen kann. Wie kann es sein, dass man als Arzt bestraft wird, wenn man sich dem System verweigert? Wenn ich gegen die DSGVO verstoße, drohen mir Abmahnungen und Bussgelder. Meine Daten können dagegen weitergegeben werden. Ich kann nicht einmal Widerspruch einlegen. Und Pseudonymisierung ist nicht Anonymisierung … !!!! Während ich diesen Beitrag schreibe, höre ich Radio. Der Moderator erwähnt ganz kurz die Abstimmung des DVG und weist dabei nur auf die Gesundheitsapps hin. Der Rest wird verschwiegen. Der Bürger wird nicht richtig informiert und letztendlich total *durchschaubar* …. was will man mehr!