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Danke …

Instgram © derheyde Es überschlagen sich überall die Meldungen. Sei es im Freundeskreis, bei den anonymen Zuschriften oder in persönlichen Gesprächen über alle Bereiche der Pflege hinweg. Oftmals bekommt man genau einen Satz zu hören: “Ich ziehe die Notbremse, spätestens nach Corona.” Corona hat den Pflegekräften bis heute vor allem eines gezeigt, sie müssen funktionieren wie Maschinen und dürfen keine Ansprüche haben. Während die Pflege ackerte und täglich nochmals weiter über ihre eh schon ausgereizten Grenzen ging, musste sie zusehen und erkennen, was wirklich wichtig war: In Augenblicken wurden Milliarden für die Industrie und Wirtschaft bereitgestellt, bei der Pflege bekam man noch nicht einmal einen “Bonus” für ALLE Pflegekräfte zusammen. Die Politik zeigte damit sehr eindrücklich, wie wichtig ihr Pflege im Vergleich zur Lufthansa ist. Es gab in Bruchteilen ein Konzept für Fußballvereine, wodurch diese mehrmals in der Woche ihre Spieler und Personal auf Corona testen konnten, die Pflege steht im Zentrum der Pandemie und dort wird sich bis heute darüber gestritten ob die gesetzlichen Krankenkassen die notwendigen und wichtigen Tests übernehmen sollen. Die Gesellschaft …

Super !!!

Wer in der jetzigen Situation in Risikogebiete reist, um dort *die Sau raus zulassen* wird noch belohnt. Ich habe während ( !!! ) meines Urlaubs eine Mitteilung von meinem Arbeitgeber erhalten, dass ich – sollte ich mich in einem Risikogebiet aufgehalten haben – nach meiner Rückkehr sofort eine 14tägige Quarantäne antreten müsse, die allerdings nicht bezahlt wird. Ich arbeite in einem Pflegedienst !!!

Tja …

Seit einiger Zeit nehme ich eine Veränderung innerhalb der Gesellschaft wahr. Bevor ich darauf eingehe, möchte ich gleich anmerken, dass es von mir nicht gewollt ist, hier die älteren Personen oder Senioren an den Pranger zu stellen und alle über einen Kamm zu scheren. Aber diese negativen Verhaltensänderungen stelle ich im täglichen Umgang vermehrt fest. Die Rede ist vom Verhalten der Menschen im Umgang mit Mund-Nase-Schutz oder kurz „Behelfsmasken“. Folgende Situationen sind mir alle persönlich passiert oder aufgefallen, auch mit diesen Reaktionen der betroffenen Personen nach der zum Teil direkten Ansprache durch mich. Die erste Kategorie, „die Drängler/Rüpel“, konnte ich beim Einkauf in einem großen Discounter vermehrt feststellen: Man selbst schlendert durch die Gänge und versucht so gut es geht den Sicherheitsabstand einzuhalten (1,5m oder zumindest die Länge des Einkaufswagens) und Menschenmassen zu vermeiden. Dabei wird man dann häufig von Personen älteren Jahrgangs angemotzt: „Warum geht es nicht schneller? Sie blockieren hier den kompletten Weg!“ oder die Personen drängeln sich einfach dazwischen, zum Teil auch rüpelhaft und ohne zu fragen. Die zweite Kategorie, „die Rücksichtslosen“, …

Hirn gesucht

Ich war noch nie ein Fan von Nähe … schon lange vor Corona. Für mich ist ein Zeichen von Anstand und Benehmen, z.B. an Kassen Abstand zu halten. Trotz einer unübersehbaren Aufforderung, dass grundsätzlich ein Einkaufswagen mit in den Supermarkt genommen werden muss, war gestern ein älteres Ehepaar nur mit der eigenen Tasche bei ALDI unterwegs. Ungeniert quetschte man sich an die Kühltruhen, Obst- und Gemüsetheken usw. Und dann standen sie genau hinter mir an der Kasse. Abstand? Was ist das? Sie klebten an meinen Hacken. Ich ging zu Seite – sie folgten mir. Ich stellte mich vor meinen Einkaufswagen und hielt zu meinem Vordermann bewusst einen sehr langen Abstand. Dann fingen sie an, meinen Einkaufswagen nach vorne zu schieben. Das war es dann …. Die Einzelheiten des Wortwechsels erspare ich mir, ich war gestern deswegen schon kurz vor einem Herzinfarkt. Es gibt Menschen, die einfach nur dumm sind und das ist noch übertrieben. Weil die Dummheit dieses Ehepaares nicht einmal ansatzweise gemessen werden kann. Anstand, Benehmen und das Einhalten bestimmter Umgangsformen hat nicht mit …

Nur mal so nachdenken …

… auch wenn es manchen sicher schwer fallen wird. Zur Zeit wird ein Hype um die eingeschränkten Besuchsrechte in Pflegeheimen gemacht. Wie kann man d a s nur den alten Menschen antun? In meiner Zeit als Pflegekraft in diversen Heimen habe ich die Erfahrung gemacht, dass sehr viele Bewohner so gut wie nie Besuch von Angehörigen erhalten haben. Gerade mal zum Geburtstag oder in der Weihnachtszeit kam Besuch – einige bekamen nie Besuch !!! Ich möchte meine Erfahrungen nicht verallgemeinern und sicher gibt es auch Angehörige, die regelmäßig Kontakt pflegen, aber wenn man den aktuellen Berichten Glauben schenkt, pilgern täglich Scharen von Angehörigen in die Heime. Und das stimmt definitiv nicht !!! Im ambulanten Bereich ist es gerade umgekehrt. Die meisten Angehörigen tauchen voll ab und überlassen alles, auch die Einkäufe, den Pflegediensten. Man will ja die Großeltern, Eltern nicht gefährden. Wenn man bedenkt, dass wir täglich zu unterschiedlichen Menschen nach Hause gehen, bei der Körperpflege den Sicherheitsabstand von 1,5 m nicht einhalten können und dann noch bei Einkäufen und Botengängen mitten im Geschehen stehen, …

Ohne Worte …

Ich frage mich, was noch alles passieren muss, um auch den Personen Hirn und Verstand zu geben, die ganz offensichtlich den Kopf nur haben, dass es nicht reinregnet. Während der dringend benötigte Mundschutz nicht mehr erhältlich ist, oder zu Wucherpreisen an den Mann gebracht werden soll, haben einige Frauen begonnen, Masken selbst zu nähen. Sie haben diese dann unter dem Motto *gegen Covid 19* angeboten. Ist doch in Ordnung, sollte man denken. Aber sicher nicht, haben sofort findige Anwälte beschlossen. Da kann man doch sofort eine Unterlassungserklärung auf den Weg geben und Geld eintreiben. Es muss expliziert erklärt erwähnt werden, das dies KEINE MASKEN gegen Corvid 19 sind. Alle handelsüblichen Masken, die bei uns in der Pflege oder in der Bevölkerung landen, sind KEINE MASKEN gegen Corvid 19. Sie schützen lediglich davor, die Mitmenschen anzustecken, wenn der Träger eine Infektion hat. Ich denke mir, dass diese hilfsbereiten Frauen, sicher nicht beabsichtigt oder bewusst hinterlistig ihr Angebot MASKEN GEGEN CORVID 19 ins Netz gestellt haben. Hätte da ein Hinweis nicht gereicht? Muss man jedes Wort auf …

Was mir so auffällt …

Kann man nicht sein benutztes Taschentuch in den Mülleimer werfen ? Muss das unbedingt im Einkaufswagen landen? Muss man zur Zeit auch jeden Tag für sein Frühstücksbrötchen und eine BILD mit seinem Dieselbus zum Bäcker fahren? Muss man seinen Rotz beim Nachbarn in die Auffahrt spucken? Muss man sich unbedingt mit Kind und Kegel in den Wohnungen treffen? Muss man nach wie vor, wie gehirnampuriert alles raffen, was nur annähernd wie Toilettenpapier oder Taschentücher aussieht? Muss man beim Anblick einiger Rollen Toilettenpapier sofort via Smartphone einen Rundruf zwecks Hamsterkauf starten und sich dann noch lautstark beschweren, dass es dabei leider nur das Scheiß Recyclingpapier handelt?

… falsch gelaufen

Lieber Herr Spahn, liebe Verantwortliche in den Parteien, es stimmt, dass ich es als Pflegekraft mir bewusst ausgesucht habe in diesem Beruf zu arbeiten. Natürlich bin ich ein Profi und kann mit Tod, Alter, Krankheiten und Druck umgehen. Auch die Schichtarbeit und Überstunden sind mir vollkommen bewusst. Es gehört dazu. Wir arbeiten nun einmal mit Menschen und nicht mit Maschinen. Aber um meinen Beruf auszuüben gehört auch ein gewisses Maß an Sicherheitsausstattung dazu, welches ein Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen hat. Wenn ich sehe, dass es überall einen Mangel an Schutzmasken, Schutzkitteln und sogar Handschuhen gibt, dann ist da etwas falsch gelaufen. Wenn ich lese und sehe, dass in Krankenhäusern und Pflegeheimen Desinfektionsmittel gestohlen werden, betreffende Lager aufgebrochen und geplündert werden und somit nicht mehr den Menschen zur Verfügung stehen, die sie benötigen, dann ist da etwas falsch gelaufen. Wenn es Anordnungen aus Pflegeheimen und Krankenhäusern gibt, Sicherheitsausstattung mehrmals in einer Schicht zu benutzen oder sogar mit Kollegen zu teilen, dann ist da etwas falsch gelaufen. Wenn Pflegekräfte, trotz Kontakt mit Infizierten weiter arbeiten sollen, …

Ohne Worte …

Wie muss man eigentlich gestrickt sein, wenn man zum jetzigen Zeitpunkt Mundschutz und Desinfektionsmittel stiehlt? Und das als Mitarbeiter / Mitarbeiterin eines Pflegedienstes … !!! Dafür gibt es keine Entschuldigung … !!! An der Angst vor dem Virus kann es m.E. nicht liegen, wohl eher an Profitgier, weil man z.Z. damit sehr viel Geld verdienen kann. Leider reicht ein Verdacht nicht aus, man muss die Person schon inflagranti erwischen, um Konsequenzen ziehen zu können. Bei dem Gedanken, mit dieser Person weiter zusammen arbeiten zu müssen, wird mir übel.