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Divide et impera

Zwei Zitate von Lesern zu meinem gestrigen Post haben mich inspiriert. Beide stammen aus dem alten Rom. Mit der Methode „teile und herrsche“ hat Rom ein ganzes Weltreich erschaffen. Und auch der französische König Louis XI wusste “Diviser pour régner“ – teile, um zu herrschen. Den Herrschern war es egal, wer sich unter ihnen die Köpfe einschlug. Hauptsache, es bildete sich keine Einheit, die sich gegen die Obrigkeit wenden konnte. Ein anderer Leser schrieb, dass Sklaven im alten Rom einst mit weißen Bändern gekennzeichnet werden sollten. Worauf ein weiser Senator warnte: „Wenn sie sehen, wie viele sie sind, gibt es einen Aufstand gegen uns“. Die gestrige Aktion der Künstler zeigte, dass ungeahnt viele Menschen ein weißes Band tragen. Eben auch Künstler und Intellektuelle. Mit dem verdächtig lauten Aufschrei aus der Medienlandschaft wird nun krampfhaft versucht, diese Publikumslieblinge und Meinungsbildner als (Rechts-) Außenseiter zu brandmarken. Das ist mehr als lächerlich und zeigt nur die Angst vor der Einheitsbildung. Verantwortlich für die politischen Brandmarkung sind meist jene Kreise, die bei Ihren Texten peinlich genau darauf achten, dass …

Interessante Fakten

Liebe Familie, liebe Freunde! Da unsere Privatwohnungen ALLE Corona-verseucht sind, darf man sich ja hier nicht treffen. Darum laden wir euch herzlich jeden Freitag von 10-14 Uhr in einen sauberen und komplett coronafreien Aldi Markt ein. Dort können wir uns ein wenig unterhalten und Spaß haben. Von 14 bis 16 Uhr treffen wir uns dann im Getränkemarkt bei Rewe zum Kaffee trinken. Das Stück Kuchen nehmen wir dann einfach auf die Hand. Danach fahren wir dann viermal mit dem Bus von einer Endhaltestelle zur nächsten und wieder zurück. Wir bringen Rucksäcke mit meinem Kirschlikör mit. Bitte denkt immer daran, eure Attests mitzunehmen. Um 21 Uhr müssen wir wieder zu Hause sein, da dann das Coronavirus bis Morgens um 5 Uhr, draußen an der frischen Luft aktiv wird, ab 5:01 Uhr ist es dann verschwunden und nur noch in den Eigenheimen zu finden. Ich freue mich auf diese Treffen und wüsste nicht was ich gemacht hätte, wenn unsere Regierung die keimfreien Supermärkte und Busse auch noch geschlossen hätte… Quelle • Internet • Facebook • Interessante Fakten …

Reden wir mal Tacheles …

Ich stelle mir gerade vor, wie ein Ingenieur, Bankkaufmann oder auch Manager reagieren würde, wenn ich ihm empfehlen würde, wie er seinen Job zu machen und sich zu entscheiden hätte. Alles Berufe, von denen ich absolut keine Ahnung habe. Was das nun mit der Pflege zu tun hat? Ganz einfach. Genau so ergeht es aktuell den Pflegekräften und allen anderen systemrelevanten Berufsgruppen in Bezug auf die Akzeptanz der Impfung. Viele Menschen in den sozialen Medien äußern sich bösartig, beleidigend und bevormundend. Hierbei handelt es sich um Menschen, die nie in die Position kommen werden, in voller Schutzkleidung auf einer Intensivstation schwerkranke Menschen versorgen zu müssen, täglich in Pflegeheimen mit teils mangelnder Schutzausrüstung multimorbide alte Menschen zu versorgen und in Arztpraxen als MFA oder Arzt täglich mit der Gefahr der Infektion durch Corona zu leben. Trotzdem wird sich von diesen Menschen angemaßt, zu entscheiden wie wir handeln sollen: „Vorher habt Ihr gemeckert das kein Impfstoff da ist. Jetzt ist er da, dann nehmt ihn auch!“ oder „Wenn Ihr nicht wollt, dann gehört Ihr aussortiert!“ bis hin …

Armes Deutschland …

Heute Morgen bei meinem Einkauf stehe ich am Gemüseregal und suche die Stangensellerie im obersten Fach. Neben mir steht eine ca. 70 Jahre alte kleine Frau, welche ebenfalls die Sellerie sucht, jedoch nur schwer an das Fach kommt. Ich reiche ihr eine Packung, worauf sich ein interessantes Gespräch ergibt, welches mich sehr nachdenklich gemacht hat. „Das ist aber eine große Packung!“ meint sie. „Hoffentlich werfen sie davon nichts weg. Bei den Preisen heute muss man sich zweimal überlegen was man kauft und muss alles bis auf das letzte Blatt aufbrauchen.“ Das sind natürlich Sätze, die einem als junger Mensch erstmal nicht sonderlich beunruhigen, auch weil es um Sellerie im Wert von 1,29€ ging. Danach erzählt mir aber die alte Frau, dass sie nur eine kleine Rente hat, die gerade mal 600€ beträgt. Davon muss sie dann Miete bezahlen, Einkäufe, Medikamente, da bleibt für sie nur wenig übrig zum Leben. Sie plant den Einkauf wochenweise mit Mahlzeiten, von denen sie mehrere Tage essen oder etwas einfrieren kann für später. Auch gesundheitlich ist sie angeschlagen, das Herz …

Aussagen

VERNEL wirbt mit einem “WIE-FRISCH-GEWASCHEN” Frische Erlebnis bis zu 140 Tage. Wer trägt Kleidung bis zu 140 Tage oder hat sie so lange im Schrank liegen? Warum sieht man bei Werbung für Abnehmpräparate oder für Weightwatchers grundsätzlich nur Frauen? Gibt es keine übergewichtigen Männer? Oder müssen die nicht abnehmen? Oder unterliegen die nicht einem Schönheitsideal? Gute Fragen !!!

Ungeziefer

Wir haben eine Zecke in unseren Reihen. So nenne ich eine Kollegin, die alles, aber wirklich alles an unseren Chef weitergibt und es dabei mit der Wahrheit nicht genau nimmt. Was muss man für ein Leben haben, um sich auf diese Art und Weise profilieren zu wollen? *Stille* … euch allen eine schönen Donnerstag !!!

Pflege … der Dauerbrenner

Die Pflegekräfte haben seit Jahren, ach was seit Jahrzehnten auf die Arbeitsbedingungen und die schlechte Bezahlung hingewiesen. Wie dringend Veränderungen nötig sind. Die Gesellschaft und die Politik hörte weg, statt dessen wurde die Aufopferungsbereitschaft der Pflegekräfte immer weiter und weiter ausgenutzt. Ja, dann kam die Pandemie und damit Aufmerksamkeit. Ein paar Euro Bonus (aber nicht für alle und jeden) und gaaaannnz viel Applaus von den Balkonen (denn der war steuerfrei, kostete nichts und man konnte sein Gewissen beruhigen) und natürlich nicht zu vergessen die Vielzahl an total unnötigen, überflüssigen und peinlichen Geschenken (Wurst, Lavendel, Klopapier etc.). Das war dann aber auch wieder genug und die Pflege sollte wieder an die Arbeit, denn die zweite Welle kam (völlig überraschend, obwohl auch die Ärzte und Pflege darauf hingewiesen hatten im Vorfeld).Überrollt von zig Verordnungen, die umgesetzt werden mussten, darunter Hygienekonzepte, Testungen, der Ausfall von Kollegen, Todesfälle innerhalb der Pflege. Wer ist für die Pflege denn da, wenn es um Erschöpfung, Burnout, Angst vor Ansteckung oder dramatische Todesfälle geht? Die Pflegekräfte bekommt jeden Tag die Ausmaße dieses privatisierten …

Geschichten aus der Notaufnahme

Es ist Samstag der 2. Januar des noch frischen Jahres 2021. Ich habe Glück; es ist ein eher ruhiger Spätdienst und wir können uns auf die Patienten konzentrieren. Um 20:30 Uhr ertönt der IVENA Alarmton. Die Leitstelle der Berliner Feuerwehr kündigt eine 28 jährige Patientin mit Verdacht auf COVID Pneumonie an. Das ist eher ungewöhnlich. Unter diesem Alarmstichwort kommen aktuell ältere Patienten. Es wird ein Isolationsraum für die angekündigte Patientin vorbereitet. Die Schutzanzüge angelegt und auf die Ankunft des RTW gewartet. Was jetzt? 28 Jahre alt und kommt mit der Feuerwehr? Das sind keine guten Vorzeichen. Die Patientin kommt in den Isolationsbereich gelaufen. Sie lächelt uns freundlich an und verkündet, sie würde sich gerne mal so richtig “durchchecken” lassen. Aktuell sei es ja doch etwas schwierig einen Arzttermin zu bekommen. Und das mit Corona würde ihr schon Sorge bereiten. HULK Modus activated — Halsvene pulsiert — bin ich schon grün geworden? Vitalzeichen normal, leichter Husten und Halsschmerzen. 2 Feuerwehrleute, 1 RTW, 2 Krankenpfleger, 1 Isolationsraum belegt für “so richtig durchgecheckt werden”. Wenn wir die Krankenhäuser …